Die Verpackung im Visier: Wenn PPWR auf UWG/ EmpCo trifft - R&W Fachkonferenzen
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Die Verpackung im Visier: Wenn PPWR auf UWG/ EmpCo trifft

10. November | 10:00 - 12:30

Die Verpackung im Visier: Wenn PPWR auf UWG/ EmpCo trifft

Von der Mogelpackung bis zum Green Claim

10. November 2026 | Zoom

Eine Veranstaltung von

Ein Getränkekarton trägt den Hinweis „recycelbar“, eine Nachfüllpackung wirbt mit „50 % weniger Plastik“, ein Versandkarton ist deutlich größer als sein Inhalt. Drei alltägliche Verpackungen – und drei Sachverhalte, die ab diesem Sommer nach zwei Regelwerken gleichzeitig beurteilt werden müssen. Ab dem 12. August 2026 gelten die Kernpflichten der EU-Verpackungsverordnung (PPWR, VO (EU) 2025/40) unmittelbar in allen Mitgliedstaaten, ab dem 27. September 2026 greifen zusätzlich die verschärften lauterkeitsrechtlichen Vorgaben der EmpCo-Richtlinie (EU) 2024/825 in ihrer nationalen Umsetzung. Wer eine Verpackung als „nachhaltig“, „recyclingfähig“, „aus Rezyklat“ oder „kompostierbar“ bewirbt, bewegt sich damit gleichzeitig im Verpackungsrecht und im Lauterkeitsrecht – zwei Regelungswelten, die ineinandergreifen, bislang aber getrennt behandelt werden.

Genau an dieser Schnittstelle entstehen die praktisch schwierigsten Fragen: Ein Claim kann produktrechtlich zutreffen und trotzdem als Selbstverständlichkeitswerbung nach ggf. Art. 14 der PPWR angreifbar werden. Und die Verpackungsgröße unterliegt künftig doppeltem Druck: Die Rechtsprechung zur Mogelpackung trifft auf das Minimierungsgebot der PPWR – mit unmittelbaren Folgen für Verpackungsdesign, Markenauftritt und bestehende 3D-Marken und Designs.

Das Webinar führt beide Perspektiven zusammen:
Nach einer kompakten Einführung in Systematik der PPWR (Rollenverteilung Erzeuger/Hersteller/Importeur/Vertreiber, Recyclingfähigkeit, Mindestrezyklatanteil, Minimierung, Kennzeichnung, Konformitätserklärung) sowie in die Anforderungen der EmpCo Richtlinie zu allgemeinen Umweltaussagen, Nachhaltigkeitssiegel, Verbot produktbezogener Kompensationsaussagen und Zukunftsversprechen liegt der Schwerpunkt auf der Schnittstelle: Mogelpackung und Verpackungsminimierung, Werbung mit Verpackungseigenschaften, Pflichtkennzeichnung versus Selbstverständlichkeitswerbung sowie die IP-Aspekte von Verpackungsdesign und Formmarken unter Minimierungsdruck.

Anhand eines fiktiven Case erhalten die Teilnehmenden konkrete Handlungsempfehlungen wie mit Blick auf die PPWR und EmpCo -Richtlinie mit Verpackungen umzugehen ist. Ergänzend werfen wir einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen zu PPWR und EmpCo.


An wen richtet sich das Webinar?

Das Webinar richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Marketing, Kommunikation, Nachhaltigkeit, Compliance, Recht, Produktmanagement, Verpackungsentwicklung und Unternehmensführung. Ebenso angesprochen sind Verbände, Agenturen und beratende Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte. Die Inhalte sind branchenübergreifend relevant – betroffen ist praktisch jedes Unternehmen, das verpackte Produkte in Verkehr bringt oder vertreibt.


Die Zeit für Ihre berufliche Fortbildung nach § 15 FAO für die Veranstaltung beträgt 2 Stunden und 30 Minuten.

Programm


Informationen zu den Webinaren als PDF zum Download finden Sie in Kürze hier.

WEBINAR | Dienstag, 10. November 2026


10.00 bis 12.30 Uhr
Kompakte Einführung PPWR:
  • Systematik und gestaffelte Fristen
  • Rollenverteilung Erzeuger/Hersteller/Importeur/Vertreiber
  • Recyclingfähigkeit (Art. 6)
  • Mindestrezyklatanteil (Art. 7)
  • Minimierung (Art. 10)
  • Kennzeichnung (Art. 12)
  • Konformitätserklärung
Kompakte Einführung EmpCo/UWG:
  • Verbot allgemeiner Umweltaussagen
  • Anforderungen an Nachhaltigkeitssiegel
  • Verbot kompensationsbasierter Klimaneutralitäts- und ungedeckter Zukunftsversprechen
  • Nachweisanforderungen – Stand nach UWG-Novelle und Kommissions-FAQ
Schwerpunkt Schnittstelle:
  • Mogelpackung & Verpackungsminimierung: Art. 10 / Art. 24 PPWR, §§ 5, 5a UWG, Shrinkflation/Skimpflation, BGH-Rechtsprechung
  • Werbung mit Verpackungseigenschaften: Recyclingfähigkeit, Rezyklatanteil, Mehrweg, kompostierbar, „nachhaltige Verpackung“ (Art. 6, 7, 9, 11 und Art. 14 PPWR)
  • Pflichtkennzeichnung vs. Selbstverständlichkeitswerbung (Art. 12 PPWR, Nr. 10 Anhang zu § 3 Abs. 3 UWG)
  • IP-Aspekte: Verpackungsdesign und 3D-Marken unter Minimierungsdruck
Offene Frage- und Diskussionsrunde

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Veranstalter

dfv Mediengruppe

Deutscher Fachverlag GmbH
Fachmedien Recht und Wirtschaft
Mainzer Landstraße 251
60326 Frankfurt am Main

Ihre Ansprechpartnerin

Anne Hennemann
Senior Projektmanagerin
Tel.: +49 69 7595-2787
E-Mail: anne.hennemann@dfv.de

Veranstaltungsort

Die Verpackung im Visier: Wenn PPWR auf UWG/ EmpCo trifft

10. November 2026

Die Veranstaltung findet online via ZOOM statt.

Details

Veranstaltungsort

Weitere Angaben

Tagungsform
Digital